Egym: Fitness-Startup schreibt laut CEO erstmals Profit


Mit Rudermaschine und Laufband zur Million: Fitness-Startup Egym schreibt laut CEO Philipp Roesch-Schlanderer erstmals schwarze Zahlen. Die Branche erholt sich weiterhin von der Corona-Flaute.

Die durch Corona gebeutelte Fitnessbranche erholt sich weiter.

Die durch Corona gebeutelte Fitnessbranche erholt sich weiter.
TravelCouples via Getty Images

Fitness ist wieder in. Das spüren nicht nur die Studios aufgrund steigender Mitgliedszahlen. Egym, Anbieter für vernetzte Fitnessgeräte, habe CEO Philipp Roesch-Schlanderer zufolge erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Demnach soll das Unternehmen im vergangenen Jahr seine Umsätze um 60 Prozent auf 210 Millionen Euro gesteigert haben, wie das Handelsblatt berichtet. Offizielle Zahlen hat das Unternehmen bisher nicht vorgelegt.

Der Fitness-CEO will mit seiner Firma ab jetzt dauerhaft Gewinne schreiben, wie er sagt. Die Kundenanzahl verdopple sich ihm zufolge jedes Jahr. Bei den digital vernetzten Geräten sei Egym der Weltmarktführer und besitze demnach einen Marktanteil von 70 Prozent.

In einer Finanzierungsrunde hat Egym zuletzt 207 Millionen Euro vom US-Investor Affinity Partners erhalten. Die Investmentfirma wurde von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner gegründet.

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CEO plant Gang an die Börse

Egyms Erfolg ist auch an den allgemeinen Wirtschaftszahlen abzulesen. Die Fitnessbranche erholt sich von der Corona-Pandemie. Dem Branchenverband DSSV zufolge brachen die Erlöse zwischen 2019 und 2021 um 2,3 Milliarden Euro ein. 2022 konnten in der Branche wieder Gewinne von 4,9 Milliarden Euro eingefahren werden. Auch die Anzahl der Mitglieder ist im ersten Halbjahr 2023 von 10,3 Millionen auf 10,7 Millionen gestiegen.

Das Angebot von Egym umfasst programmierbare Fitnessgeräte, mit denen sich durch eine App Pläne erstellen lassen und Fortschritt abgespeichert wird. Nutzer können somit ihre persönlichen Einstellungen in verschiedenen Fitnessstudios verwenden, wenn diese Geräte von Egym haben. Den weitaus größten Teil der Egym-Einnahmen macht jedoch der sogenannte Wellpass aus. Das Angebot richtet sich an Unternehmen. Mitarbeiter erhalten vergünstigten Zugriff auf tausende Studios. In Deutschland, Österreich und Frankreich nutzen demnach 10.000 Firmen Wellpass. In der Zukunft plant CEO Roesch-Schlanderer auch den Gang an die Börse.

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