Galeria Karstadt Kaufhof: Wie Geiwitz im Hintergrund weiter Strippen zieht


Arndt Geiwitz(l), ehemaliger Gerallbevollmächtigter von Galeria Karstadt Kaufhof, und Frank Kebekus.

Arndt Geiwitz(l), ehemaliger Gerallbevollmächtigter von Galeria Karstadt Kaufhof, und Frank Kebekus.
picture alliance/dpa | Oliver Berg

Nach zwei Insolvenzen sollte eigentlich Schluss sein. Arndt Geiwitz legte sich im Sommer vergangenen Jahres fest, ein weiteres Sanierungsverfahren bei Galeria Karstadt Kaufhof würde er nicht mehr leiten, da müssten andere ran. Er hat bis dahin an den Sanierungsverfahren auch fürstlich verdient, seine Kanzlei und Mitarbeiterstäbe erhielten für acht Monate Arbeit 52 Millionen Euro. Für externe Berater gab er noch einmal 16 Millionen Euro aus. Insider sagen, dass Beträge in dieser Größenordnung für den Warenhauskonzern heute essenziell wären.

Rund ein halbes Jahr später ist GKK wieder in die Insolvenz gerutscht. Und Geiwitz zieht im Hintergrund doch wieder die Fäden, zeigen Recherchen von Business Insider. Es geht um nichts weniger als den Verkauf der Warenhauskette. Einer der Interessenten ist die Beteiligungsgesellschaft Droege, geführt von CEO Ernst W. Droege und Gründer Walter Droege. Es sind alte Bekannte von Geiwitz; die Droeges haben ihm im Jahr 2014 die Weltbild-Gruppe abgekauft, die Geiwitz damals durch eine Insolvenz geführt hat.

GKK-Manager melden Compliance-Bedenken an

Nun also GKK. Geiwitz berät die Droeges beim Kauf – und kann dabei auf ein breites und intimes Insiderwissen aus dem Warenhauskonzern zurückgreifen. Während zwei Insolvenzen konnte Geiwitz die Interna des Konzerns als Generalbevollmächtigter durchleuchten, kennt die Details von Filialen, ob sie hoch oder niedrig frequentiert sind. Geiwitzs Engagement sorgt bei GKK für großen Ärger. Hochrangige GKK-Manager kritisieren den Sanierer und stellen die Frage: Darf der das überhaupt?

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