McDonald’s CEO: Krieg im Nahen Osten belastet geschäft


Die Boykottaufrufe gegen McDonald's hätten einen "bedeutenden" Einfluss auf das Unternehmen, sagt CEO Chris Kepmczinski.

Die Boykottaufrufe gegen McDonald’s hätten einen „bedeutenden“ Einfluss auf das Unternehmen, sagt CEO Chris Kepmczinski.
Artur Widak/NurPhoto via Getty Images

Der CEO von McDonald’s sagt, dass „Fehlinformationen“ über seine Haltung zum Israel-Gaza-Krieg das Geschäft beeinträchtigen.

Einige Menschen boykottierten die Kette, nachdem McDonald’s Israel begonnen hatte, Tausende von kostenlosen Mahlzeiten an die Israel Defense Forces (IDF) zu spenden.

Chris Kempczinski sagte, einige der Informationen seien „entmutigend und unbegründet“.

McDonald’s-CEO Chris Kempczinski sagt, dass „Fehlinformationen“ über seine Haltung zum Israel-Gaza-Krieg sein Geschäft belasten. Das stellte er in einem Linkedin-Post über die Entwicklungen bei McDonald’s im Jahr 2023 fest. Demnach hätten die Boykotte, zu denen es in einigen Fällen gekommen war, einen „bedeutenden“ Einfluss auf das Unternehmen.

Die Boykottaufrufe begannen, nachdem McDonald’s Israel täglich Tausende von kostenlosen Mahlzeiten an die israelischen Verteidigungskräfte sowie an Krankenhäuser und Menschen, die in der Nähe der Grenze zum Gazastreifen leben, verteilt hatte. Dies geschah als Reaktion auf die Terroranschläge, die die Hamas am 7. Oktober auf Israel verübt hatte und bei denen rund 1200 Israelis starben.

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McDonald’s Israel erklärte Mitte Oktober, dass das Unternehmen seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten mehr als 100.000 Mahlzeiten im Wert von 5 Millionen Schekel (etwa 1,2 Millionen Euro) gespendet habe.

Außerdem gewährte das Unternehmen allen Sicherheits- und Rettungskräften, die seine Restaurants besuchten, einen Rabatt von 50 Prozent.

Mehrere Märkte im Nahen Osten seien betroffen

Einige McDonald’s-Franchisenehmer, wie der Betreiber seiner Restaurants in Pakistan, distanzierten sich von seinem israelischen Geschäft.

„Mehrere Märkte im Nahen Osten und einige außerhalb der Region erleben aufgrund des Krieges und der damit verbundenen Fehlinformationen, die sich auf Marken wie McDonald’s auswirken, erhebliche geschäftliche Auswirkungen“, schrieb Kempczinski in seinem Linkedin-Post.

„Das ist entmutigend und unbegründet.“

„In jedem Land, in dem wir tätig sind, auch in muslimischen Ländern, wird McDonald’s mit Stolz von lokalen Betreibern repräsentiert, die unermüdlich daran arbeiten, ihren Gemeinden zu dienen und sie zu unterstützen und dabei Tausende ihrer Mitbürger zu beschäftigen“, fügte er hinzu.

Unternehmen werden wegen ihrer Reaktion auf den andauernden Konflikt unter die Lupe genommen. Zara zog bereits eine Werbekampagne zurück, nachdem Kommentare laut wurden, dass die Fotos anscheinend Bildern aus dem Krieg ähnelten.

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Auch die US-Colleges sind zum Brennpunkt der Debatte über die Redefreiheit geworden. Die Präsidenten der University of Pennsylvania und der Harvard University traten bereits von ihren Ämtern zurück. Grund dafür war, dass ihre Reaktion auf den angeblich zunehmenden Antisemitismus auf dem Campus öffentlich in starke Kritik geriet.

„Unsere Herzen sind bei den Gemeinden und Familien, die vom Krieg im Nahen Osten betroffen sind“, schrieb Kempczinski. „Wir verabscheuen jede Art von Gewalt und sind entschieden gegen Hassreden, und wir werden unsere Türen immer mit Stolz für alle öffnen.“

Dieser Artikel wurde von Stefanie Michallek aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.



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