Pitchdeck: Diese Slides brachten dem Fintech Pliant 33 Millionen


Fabian Terner und Malte Rau (v.l.) haben in kurzer Zeit ein hochfinanziertes Kreditkarten-Startup aufgebaut

Fabian Terner und Malte Rau (v.l.) haben in kurzer Zeit ein hochfinanziertes Kreditkarten-Startup aufgebaut
Pliant/Getty Images: Denis Pobytov/Collage: Gründerszene

Er sei „sehr stolz“ auf 2023, sagt CEO Malte Rau. Sein Startup Pliant hat gerade eine 33-Millionen-Euro-Finanzierung finalisiert. „Trotz des aktuellen Marktumfelds“, so der CEO.

Im Februar 2023 hatte Pliant zuletzt rund 25 Millionen Euro eingesammelt. Die Bewertung des Unternehmens soll damals nach Informationen von Gründerszene auf 100 Millionen Euro angestiegen sein – nur zwei Jahre nach Gründung. Nun kommen in einer Erweiterung der Series A weitere acht Millionen Euro dazu.

Die aktuelle Runde wird durch Neuinvestor Molten Ventures ermöglicht. Der britische VC gesellt sich zu einer Reihe prominenter Bestandsinvestoren: Bereits beteiligt sind Motive Ventures aus New York, der zur Commerzbank gehörende Wagniskapitalarm Neosfer und Szenekopf Ramin Niroumand. Die ursprüngliche Series A hatte der japanische Finanzinvestor SBI Investment angeführt, gefolgt von Alstin, dem VC-Fond von Carsten Maschmeyer, sowie MS&AD Ventures, einem VC aus San Francisco. 

Parallel zu der Erweiterung der Series A hat Pliant eine Refinanzierung in Höhe von 100 Millionen Euro mit der Varengold Bank geschlossen. Die Varengold Bank ist ein deutsches Kreditinstitut, das auf Kredite für Fintechs spezialisiert ist. Die 100 Millionen wolle man nutzen, um seine E-Geld-Lizenz in 25 Ländern und elf Währungen zu finanzieren, so das Unternehmen.

Pliant: So funktioniert die Firmen-Kreditkarte

Das 2020 gegründete Fintech versorgt mittlere und große Firmen in ganz Europa mit Kreditkarten. Die können Mitarbeitende nutzen, um Kosten für Werbeanzeigen, Businessreisen oder Server zu bezahlen. Die Karten verfügen meist über großzügige Limits – etwa für schnell wachsende Startups, die so nicht auf Bankkredite zurückgreifen müssen. Die Karten sind mit marktüblicher Software nutzbar, wie Tools für die Buchhaltung. So sollen aufwendige Systemumstellungen entfallen.

Das Kreditkarten-Startup bietet seine Finanzdienste neuerdings in elf verschiedenen Währungen an: als Angebot für Firmen, die oft in Dollar oder anderen Währungen zahlen und auch so abrechnen wollen.

Kreditkarte statt Bankkredit: Mit Pliant lassen sich hohe Ausgaben schnell und effizient begleichen.

Kreditkarte statt Bankkredit: Mit Pliant lassen sich hohe Ausgaben schnell und effizient begleichen.
Collage: Pliant, Mockuphotos

Im August 2023 hatte Pliant eine Lizenz als Elektronische Geldinstitution (EMI) in Finnland erhalten. Damit kann Pilant in diesen Ländern nicht nur Kreditkarten ausgeben, sondern auch ein breiteres Spektrum an Finanzprodukten und -dienstleistungen anbieten. Pliant habe sich bewusst gegen Deutschland und für Finnland entschieden: In Deutschland müssen sich Kunden per Video-Ident identifizieren, also mit einem echten Menschen auf der anderen Seite des Bildschirms. Finnland hingegen macht’s anders – dort läuft die Identifizierung ganz ohne menschlichen Eingriff.

Pliants Wachstumsambitionen reichen über den europäischen Markt hinaus: Die „Mehrwährungsfähigkeit“ ebne Pliant „den Weg zur Expansion in Märkte, in denen der Euro nicht die Hauptwährung ist“, heißt es in der Pressemitteilung zur abgeschlossenen Finanzierungsrunde.

Seht hier, mit welchem Pitchdeck es die Pliant-Gründer geschafft haben, Investoren zu überzeugen. Weitere Präsentationen findet ihr auf unserer Pitchdeck-Themenseite. 

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