Russland könnte bald eine halbe Million Soldaten verloren haben


Russen, die im Rahmen der Mobilisierung in Rostow am 31. Oktober 2022 eingezogen wurden.

Russen, die im Rahmen der Mobilisierung in Rostow am 31. Oktober 2022 eingezogen wurden.
Arkady Budnitsky/Anadolu Agency via Getty Images

Russland ist nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums auf dem besten Weg, bis Ende des Jahres eine halbe Million Soldaten zu verlieren.

Die russischen Streitkräfte seien zu einer „Massenarmee mit niedriger Qualität und hoher Quantität“ geworden, so das Ministerium.

Russland werde wahrscheinlich fünf bis zehn Jahre brauchen, um seine Streitkräfte wieder auf ein hohes Niveau zu bringen.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums sieht es so aus, als würde Russland bis Ende des Jahres insgesamt 500.000 Soldaten verlieren, wenn die Zahl der Gefallenen so hoch bleibt.

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Hohe menschliche Verluste für Russland

Die durchschnittliche tägliche Zahl russischer Opfer in der Ukraine sei im vergangenen Jahr um fast 300 gestiegen, so das Ministerium unter Berufung auf Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums.

Weder Business Insider noch das britische Verteidigungsministerium konnten die Berechnungsgrundlage des ukrainischen Generalstabs unabhängig überprüfen.

Das britische Verteidigungsministerium bezeichnete die Zahlen jedoch als „plausibel“ und führte sie auf den Anstieg der Opferzahlen bei den russischen Angriffen auf Awdijiwka, eine Kleinstadt am Rande des besetzten Donezk, zurück.

Der Anstieg der Opferzahlen spiegele wider, wie sich die Qualität der russischen Streitkräfte nach der Teilmobilisierung von Reservisten im September 2022 verschlechtert habe, so das Ministerium.

Die Mobilisierung habe die russischen Streitkräfte in eine „Massenarmee mit geringer Qualität und hoher Quantität“ verwandelt, so das Ministerium.

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Russland „nimmt keine Rücksicht auf das Leben seiner Soldaten“

Analysten zufolge wendet Russland in der Ukraine eine Taktik der „menschlichen Welle“ an, bei der eine große Zahl schlecht ausgebildeter Soldaten auf das Schlachtfeld geschickt wird und in großer Zahl stirbt.

Ein Beispiel für diese Taktik ist ein kürzlich veröffentlichter Bericht über beinahe selbstmörderische Angriffe an einem Abschnitt der Ostfront, wo russische Truppen wiederholt versuchten, identische Panzerangriffe im selben Teil eines ukrainischen Waldes durchzuführen, die siebenmal von ukrainischen Truppen vereitelt wurden.

John Kirby, der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, sagte, die Taktik zeige, dass Russland „weiterhin keine Rücksicht auf das Leben seiner eigenen Soldaten nimmt und sie bereitwillig für Putins Ziele opfert“.

Das britische Verteidigungsministerium erklärte, Russland werde wahrscheinlich fünf bis zehn Jahre brauchen, um wieder eine große Zahl „gut ausgebildeter, erfahrener Einsatzkräfte“ aufzubauen.

Russland hält die Zahl seiner Opfer bisher geheim, aber US-Geheimdienste schätzen, dass seit Beginn des Krieges rund 315.000 russische Soldaten getötet oder verletzt wurden. Man geht davon aus, dass dies etwa 90 Prozent des Personals sind, das Russland zu Beginn des Krieges hatte.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.



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