Union-Manager Ruhnert denkt an Karriere in Wagenknecht-Partei


Oliver Ruhnert bei einem Wahlkampfauftritt für die Linke 2021. Der Manager von Union Berlin liebäugelt mit einem Wechsel in das Bündnis Sahrah Wagenknecht

Oliver Ruhnert bei einem Wahlkampfauftritt für die Linke 2021. Der Manager von Union Berlin liebäugelt mit einem Wechsel in das Bündnis Sahrah Wagenknecht
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Oliver Ruhnert ist nicht nur Manager des 1. FC Union Berlin, sondern sitzt auch für die Linke im Rat der Stadt Iserlohn.

Nun liebäugelt Ruhnert mit einem Wechsel in die Politik und zur neu gegründeten Partei Bündnis Sahra Wagenknecht.

Er schätze Wagenknecht und finde ihr Projekt hoch spannend, sagte Ruhnert der Zeitschrift Sport-Bild.

Der Manager des 1. FC Union Berlin, Manager Oliver Ruhnert (52), denkt über ein Engagement für das Bündnis Sahra Wagenknecht und einen Wechsel vom Fußball in die Bundespolitik nach. „Es ist ja kein Geheimnis, dass Sahra Wagenknecht und ich uns sehr gut kennen, dass ich sie schätze. Ich finde ihr Projekt interessant und spannend“, sagte Ruhnert der „Sport Bild“.  Für Ruhnert wäre das ein doppelter Wechsel, vom Fußball in die große Politik und von den Linken zur neuen Wagenknecht-Partei. Bisher ist Ruhnert neben seinem Job bei Union Berlin in der Lokalpolitik in Iserlohn für die Linke aktiv.

Die neue Partei Bündnis Sahra Wagenknecht will in den kommenden Wochen weitere prominente Mitstreiter gewinnen und vorstellen. Das hatten Wagenknecht selbst und der Spitzenkandidat des BSW für die Europawahl, Fabio di Masi, bei der Gründung der Partei angekündigt. Das BSW ist dabei ausdrücklich offen für Quereinsteiger.

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Ruhnert sitzt seit vielen Jahren für die Partei Die Linke im Stadtrat von Iserlohn. Wagenknecht war im Oktober 2023 gemeinsam mit mehreren anderen Bundestagsabgeordneten aus der Linken ausgetreten. Mit der Gründung des nach ihr benannten Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat sie für viel Aufsehen gesorgt. 

Ruhnert hat schon mehrfach erklärt, dass er sich nach seiner Karriere als Fußball-Funktionär auch ein verstärktes Engagement über die Lokalpolitik hinaus im politischen Berlin vorstellen könne. „Das finde ich hoch spannend. Aber mir ist schon bewusst, dass ich das mit meiner jetzigen Tätigkeit bei Union Berlin nicht vereinbaren kann. Deswegen gibt es für mich diese Option nur nach dem Fußball“, sagte Ruhnert und fügte hinzu: „Doch klar ist auch: Wenn man in die Bundespolitik will, dann sollte man nicht noch fünf Jahre warten.“

Als Manager hat Ruhnert seinen Anteil an dem Aufstieg von Union Berlin bis in die Champions League. IN dieser Saison war der aufstrebende Berliner Verein aber in eine Krise geraten und steckt in der Bundesliga im Abstiegskampf. Nach einer langen Serie von Niederlagen hatte der Verein sich von Erfolgstrainer Urs Fischer getrennt. Ruhnert ist weiterhin im Amt.

Mit Material von dpa

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